IT-SicherheitSoftwarelizenzmodelle verstehen

Lizenzmodelle von Software

Lizenz-Models und Grabbeltisch-Ware

Warum Soft- und auch Hardware aktuell gehalten werden sollten, haben wir bereits in einem Beitrag dargestellt.

Heute befassen wir uns mit verschiedenen Lizensierungsmodellen von Software und warum Sie lieber auf Neu-„Ware“, statt auf gebrauchte Software zurückgreifen sollten.

Es gibt verschiedene Lizensierungsmodelle von Software auf dem Markt:

  • Lizenz-Kauf, zzgl. Softwarepflege 
  • Lizenz-Miete
  • Lizenz-Abo
Softwarelizenzen
Softwarelizenzen

Warum Soft- und auch Hardware aktuell gehalten werden sollten, haben wir bereits in einem Beitrag dargestellt.

Jedoch bedarf ein so komplexes und vielseitiges Thema gesonderte Aufmerksamkeit.

Heute befassen wir uns mit verschiedenen Lizensierungsmodellen von Software und warum Sie lieber auf Neu-„Ware“, statt auf gebrauchte Software vom Grabbeltisch zurückgreifen sollten.

Es gibt verschiedene Lizensierungsmodelle von Software auf dem Markt:

  • Lizenz-Kauf, zzgl. Softwarepflege 
  • Lizenz-Miete
  • Lizenz-Abo

Informieren Sie sich gut vor dem endgültigen Vertragsabschluss! Von Hersteller zu Hersteller gibt es üblicher Weise kleinere Abweichungen in einzelnen Lizenzmodellen.

Wir sprechen übrigens bei der Anschaffung von Software nicht von einem „Kauf“, sondern korrekter Weise von einem „Vertragsabschluss“. Denn Software kann man eigentlich nicht kaufen.

Genau genommen ist Software immer das geistige Eigentum des jeweiligen Entwicklers. Der Kauf bezieht sich lediglich auf Ihr Nutzungsrecht des Programmes. Und dies auch nur für einen begrenzten Zeitraum, für den Sie bezahlt haben.

Ein Beispiel zum besseren Verständnis:

Sie haben sich vor einiger Zeit MS Office 2007 Home & Business „gekauft“. Theoretisch haben Sie durch Ihren „Kauf“ ein unbefristetes Nutzungsrecht an der Software erworben. Die Software an sich gehört weiterhin der Firma Microsoft. Bis jetzt hat Sie Microsoft durchgängig mit den nötigen Updates für Ihr Produkt versorgt.

Nun, nach über 10 Jahren und einigen neuen Versionen, hat Microsoft beschlossen, keine Updates mehr für dieses Produkt auf den Markt zu bringen. Damit endet Ihr Nutzungsrecht indirekt, da durch fehlenden Updateservice eine Zusammenarbeit der alten Software mit neuer Software nicht mehr gewährleistet ist.

Sie dürfen natürlich weiterhin Ihre alte Software auf Ihrem noch vorhandenen, alten System verwenden.

Jedoch raten wir davon ab!

Der Knackpunkt:

Ein veraltetes System mit veralteter Software mit dem Internet zu verbinden, birgt große Risiken. Vor allem für Ihre Unternehmensdaten. Vergessen Sie nicht: Gehen durch von Ihnen selbstverschuldete Sicherheitslücken Daten verloren, haften Sie als Firmeneigentümer mit Ihrem eigenen Vermögen!

Demzufolge macht es Sinn, Unternehmensdaten an mindestens einer weiteren Stelle zu sichern. Dies kann firmenintern über entsprechende Geräte-/ Gebäudestrukturen/ Serverarchitektur geschehen oder mittels ausgelagerten und/ oder virtuellen Speichermöglichkeiten (z.B. externe Server, Cloud). Um den Aufwand zu minimieren, sollte die Sicherung von Unternehmensdaten, sog. Backups, automatisiert ablaufen. So verhindert der technische Ablauf ein Vergessen der manuellen Datensicherung durch Personen sowie den Datenverlust durch schädliche Außeneinwirkungen.

Alte Software auf einem alten System besitzt nur alte Schutzmechanismen, die gegen neue Schadsoftware wirkungslos ist oder es zumindest im Laufe der Zeit sehr schnell wird. Nicht nur nützliche Programme werden fortlaufend weiterentwickelt, sondern eben auch jene, die Schaden verursachen. Aktuelle Angriffe aus dem Internet werden veraltete Sicherheitsmechanismen überfordern.

Auch Software kann veralten!

Unser Beispiel zeigt, dass eine Software nur so lange einsetzbar ist, wie es auch Updates für sie gibt.

Ein Softwareprogram laufend mit Updates zu versorgen, ist für den Hersteller jedoch mit einem erheblichen Aufwand verbunden und kostet neben Zeit auch viel Manpower. Für den Hersteller ist es jedoch oft einfacher, statt eines Updates seine Mitarbeiter für die Programmierung eines komplett neuen Systems einzusetzen. Anschaulich erklärt, „überfüllen“ zu viele Updates ein Programm und können es dadurch zum Beispiel langsamer und für diejenigen, die sich um den Code des Programms kümmern, unübersichtlich machen. Ein komplett neues Programm aufzusetzen heißt im Umkehrschluss weniger Codezeilen und schnelleres Arbeiten.

Ständige Updates sind also mit viel Aufwand Seitens des Herstellers verbunden. Natürlich kostet diese Art der Softwarepflege Geld für den Nutzer. Allerdings ist eine ständig gepflegte Software ein großer Vorteil:

  • Wesentlicher Vorteil einer Softwarepflege ist, dass nicht nur die Lizenz in der Erworbene Version gepflegt wird, sondern auch neuere Versionen kostenlos genutzt werden können.
  • Für unser oben beschriebenes Beispiel hätten Sie demnach ein Recht, nach der alten Version MS Office 2007 Home & Business problemlos auf MS Office 2019 Home & Business umzusteigen.
  • Bei Lizenz-Miete und -Abo ist die Softwarepflege grundsätzlich enthalten. So wird Ihre Software über den Miet- oder Abo-Zeitraum immer aktuell gehalten.

Übrigens: Bei Auslauf oder Kündigung des Abos erlischt das Nutzungsrecht der Software und Sie müssen diese von Ihrem System entfernen.

Vorsicht bei gebrauchter Software:

Das Internet ist voll von Angeboten von gebrauchter Software.

Doch Vorsicht:

Bedenken Sie, dass man Software (wie oben beschrieben) nicht kaufen kann, sondern nur das Nutzungsrecht.

So dürfen Sie die gebrauchte Software zwar nutzen, jedoch entfällt eine Softwarepflege über den eigentlichen Hersteller. Es ist absehbar, dass auf kurz oder lang das Produkt veraltet und sich weder sinnvoll, noch sicher nutzen lässt.

Zudem muss der Hersteller der Software einen anderen, neuen Nutzer nicht akzeptieren. Spätestens bei einem Supportfall, bei dem Sie sich an den Hersteller wenden müssen, führt dies zu Problemen.

Eine Grundvoraussetzung der optimalen Softwarenutzung ist demnach, dass Sie als neuer Besitzer des Nutzungsrechts den schriftlichen Nachweis erbringen können. Dieser Nachweis beinhaltet, dass der vorherige Besitzer die Software an sie „verkauft“ und von seinen eigenen Systemen entfernt hat. Diese eidesstattliche Versicherung des vorherigen Softwarenutzers werden sie – wenn überhaupt – nur von sehr wenigen Händlern kommen.

Ein Betrieb der gebrauchten Software ohne diese Bescheinigung, kommt dem Betrieb einer Raubkopie gleich.

Worauf also bei Softwarelizenzen achten?

Welche Lizenzen liegen bereits in Ihrem Unternehmen vor?
Welchen Status haben Ihre Lizenzen?
Werden vorhandene Lizenzen noch benötigt?

Wir führen für Ihr Unternehmen eine Lizenzanalyse durch, prüfen Ihre Lizenzen auf Updatefähigkeit und wissen, was Sie genau für Ihre Unternehmensziele brauchen und wo Sie zusätzliche Kosten sparen können.

Kontaktieren Sie uns einfach!

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